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Die Fossillagerstätte

 

stöffelmaus (j.habersetzer - gdke)

Der Westerwald vor 25 Millionen Jahren - eine Reise in die Vergangenheit.

 

Wer sich im Stöffel-Park auf eine Zeitreise begibt, erhält spannende Informationen über das Leben vor 25 Millionen Jahren

Vulkane prägten die Landschaft, das Klima war warm und feucht.

 

Der Stöffelsee verdankt sein Dasein einer spektakulären Maarexplosion. Über   1000°C heißes Magma traf auf ein Grundwasserreservoir. Die Folge war eine gewaltige Explosion, die ein riesiges Loch in die Erde riss. Einige hundert Meter tief und über einen Kilometer im Durchmesser. Dieses „Loch" füllte sich nach und nach mit Wasser, der Stöffelsee entstand. Unterschiedliche Pflanzen, darunter Zypressen, Hickorie- und Ahornbäume besiedelten die nähere und weitere Uferregion. Krokodile und Schildkröten bevölkerten das Ufer und im Wasser tummelten sich kleine Fische und Kaulquappen von denen einige bis zu 20 Zentimeter lang wurden.

Große Frösche quakten am Seeufer und im Gebüsch lauerte der Flussjäger, ein kleines, otterartiges Raubtier. Durch die Bäume glitt ein seltsam anmutendes Wesen, die Stöffelmaus. Dieses kleine, nagerähnliche Tier mit Flughäuten zwischen den Vorder- und Hinterbeinen wurde Millionen Jahre später als Fossil berühmt: Die „Stöffelmaus" ist der weltweit erste vollständig erhaltene Fund einer 25 Millionen Jahre alten Flugmaus der Gattung Eomys quercyi.

 

 

Der Stöffelsee existierte etwa 230.000 Jahre. Aufgrund des Sauerstoffmangels am Grund des tiefen Sees verwesten hineingefallene Überreste von Pflanzen und Tieren nicht vollständig, sondern blieben als sogenannte Hautschatten erhalten. Die Erhaltung über Jahrmillionen hinweg verdanken die Stöffelmaus und alle anderen Fossilien aber einem weiteren spektakulären Ereignis. Der gesamte See wurde durch einen Vulkanausbruch mit Lava zugeschüttet. Nachdem die Lava abgekühlt war, bedeckte eine fast 100 Meter mächtige Basaltschicht die Seesedimente mit den Fossilien. 25 Millionen Jahre schlummerten sie sicher unter der harten Basalthaube. Anfang des 20igsten Jahrhunderts begann der Basaltabbau, die Sedimente des uralten Sees tauchten wieder auf und mit ihnen eine Fülle von Fossilien, die eindrucksvoll Zeugnis vom Leben im Tertiär ablegen.

Seit 1990 finden jedes Jahr im Sommer, unter der Verantwortung der GDKE*, wissenschaftliche Grabungen im Stöffel-Park statt. Unter fachkundiger Leitung wird der Ölschiefer abgebaut und mit Messern in dünne Lagen gespalten. Die dabei gefundenen Fossilien werden zunächst in Wasser aufbewahrt, um sie vor Austrocknung zu schützen. Die fachgerechte Präparation und genaue Bestimmung wird in Mainz durchgeführt. Bis heute wurden unter anderem mehrere Stöffelmäuse, Frösche, Krokodilzähne, ein Pfeifhase, Fische, Kaulquappen, Insekten und Blätter sowie Samen verschiedener Baum- und Straucharten gefunden.

Im neu entstehenden Erlebniszentrum "Grabungen" können dann die Parkbesucher genau verfolgen, wie die wertvollen Funde präpariert werden. Im zukünftigen Erlebnisraum "Tertiär" werden sie zu einer einzigartigen Sammlung zusammengetragen.

 


 

*GDKE = Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, Direktion Archäologie / Erdgeschichte aus Mainz

 

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 Dieses Projekt wird im Rahmen der EU-Gemeinschaftsinitiative LEADER+ unter Beteiligung der Europäischen Union und des Landes Rheinland-Pfalz, vertreten durch das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau, durchgeführt. DIESES PROJEKT WIRD DURCH DIE EUROPÄISCHE UNION KOFINANZIERT. Europäischer Ausrichtungs- und Garantiefonds für die Landwirtschaft, Abteilung Ausrichtung.Dieses Projekt wird im Rahmen der EU-Gemeinschaftsinitiative LEADER+ unter Beteiligung der Europäischen Union und des Landes Rheinland-Pfalz, vertreten durch das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau, durchgeführt. DIESES PROJEKT WIRD DURCH DIE EUROPÄISCHE UNION KOFINANZIERT. Europäischer Ausrichtungs- und Garantiefonds für die Landwirtschaft, Abteilung Ausrichtung.

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Version: 2012-02-01-01